Konstituierende Sitzung des neuen Stadtrates

Oberbürgermeister David Wittner vereidigt


--> Film zur Konstituierenden Sitzung des Stadtrates

Bei der konstituierenden Sitzung des neugewählten Stadtrates im Stadtsaal „Klösterle“ legte Oberbürgermeister David Wittner seinen Amtseid ab. Entsprechend der gesetzlichen Vorgaben nahm dies der dienstälteste Stadtrat, Helmut Beyschlag, vor. Dieser erinnerte zunächst an den 8. Mai, der Tag als vor 75 Jahren die Kapitulation Deutschlands im 2. Weltkrieg unterschrieben wurde. Er rief die Stadtratsmitglieder dazu auf, diesen Gedenktag zum Anlass zu nehmen, sich der Tragik, des Unrechts, des unermesslichen Leides bewusst zu werden und forderte alle dazu auf, die demokratische Grundordnung zu wahren und sich vehement gegen Nationalismus, Ausländerfeindlichkeit und die Diskriminierung andersdenkender, andersglaubender, etc. Menschen einzusetzen. Im Anschluss an die allgemeinen Ausführungen bat er das neugewählte Stadtoberhaupt, den Amtseid abzulegen, indem er die Eidesformel vorsprach und David Wittner diese wiederholte. Damit ist David Wittner offiziell als Oberbürgermeister der Großen Kreisstadt Nördlingen vereidigt.

Im Anschluss an die offizielle Vereidigung übergab der Amtsvorgeher, Hermann Faul, die Amtskette seinem Nachfolger. In seiner Dankesrede betonte Oberbürgermeister Wittner, dass wir in besonderen Zeiten, in besonders herausfordernden Zeiten leben. Es gelte die jahrhundertealte Tradition der Freien Reichsstadt, die viele Krisen, Kriege und Verheerungen nicht nur überstanden, sondern gemeistert habe nun in der Gegenwart und für die Zukunft zu gestalten. Es käme nun darauf an, positiv zu bleiben und mit den jüngsten Lockerungen angesichts der Corona-Pandemie, umgehen zu lernen. Mit dem Zitat von Alt-Bundeskanzler Helmut Schmidt: „In der Krise zeigt sich der Charakter“, rief er dazu auf, den Schutz der Gesundheit und die Werte unserer freiheitlichen Gesellschaft mit gleicher Anstrengung, mit der gleichen Vehemenz umzusetzen. Er rief dazu auf, den Mut und den Willen aufzubringen, unser Lebensumfeld positiv zu gestalten. „Es ist unser kommunalpolitischer Auftrag, aber es ist auch die Chance unserer Zeit, diese Aufgaben zu meistern - nutzen wir sie!“ Abschließend betonte er, dass Nördlingen in der Vielfalt seiner mittelständisch geprägten Unternehmenskultur gestärkt werden und kreative und innovative Wege gerade in der aktuellen Zeit bestritten werden müssen. Abschließend rief er die Damen und Herren des Stadtrates, die Verwaltung und alle Bürgerinnen und Bürger dazu auf, ihren Beitrag dazu zu leisten.

Im Nachgang stand die Vereidigung der neugewählten Damen und Herren des Stadtrates auf der Tagesordnung. Mit der Eidesformel „Ich schwöre Treue dem Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland und der Verfassung des Freistaates Bayern. Ich schwöre den Gesetzen gehorsam zu sein und meine Amtspflichten gewissenhaft zu erfüllen. Ich schwöre, die Rechte der Selbstverwaltung zu wahren und ihren Pflichten nachzukommen, so wahr mir Gott helfe“, vereidigte er 13 neugewählte Damen und Herren des Stadtrates. Mit der Wahl zur 2. Bürgermeisterin, Rita Ortler, und 3. Bürgermeisterin, Gudrun Gebert-Löfflad, waren die wichtigen Wahl-Tagesordnungspunkte abgearbeitet. Die Besetzung der Ausschüsse war ebenso Thema der Vollsitzung, wie die Benennung der Fraktionsvorsitzenden und deren Stellvertreter. Mit der Entsendung von Mitgliedern in den Verwaltungsrat der Donau-Ries Kliniken und Seniorenheime GkU, der Mitglieder in die Verbandsversammlung der Sparkasse Dillingen-Nördlingen, der Wohnungsbaugesellschaft der Stadt Nördlingen, der TCW-Gesellschafterversammlung und des Projektbeirates „Jugend“ ging der öffentliche Teil der Stadtratssitzung zu Ende.