Plastikfreier Wochenmarkt - Einführung von einheitlichen Papiertüten

Daniel Wizinger und Oberbürgermeister Hermann Faul stellen die neuen Papiertüten vor.

Oberbürgermeister Faul und der im Ordnungsamt der Stadt Nördlingen zuständige Mitarbeiter, Daniel Wizinger, stellten in diesen Tagen Papiertüten vor, die zukünftig auf dem Wochenmarkt Verwendung finden sollen. Ein weiterer kleiner Schritt, das allgegenwärtige Thema der Plastikmüllvermeidung konsequent weiterzuführen. Die Stadt Nördlingen hat sich für ein Produkt eines Herstellers entschieden, der Papiertüten in Deutschland produziert und vertreibt und damit ebenfalls den Gedanken der Co2-Verminderung Rechnung trägt. Lange Transportwege oder Produktion in Asien oder Übersee sind damit hinfällig. Oberbürgermeister Faul betonte, dass mit den Papiertüten ein adäquater Ersatz für die bislang verwendeten Plastiktüten zum Transport gefunden wurde. Die Tüten seien reißfest, kompostierbar und können Biomüll aufnehmen und in der Biotonne entsorgt werden. Daniel Wizinger ergänzte, dass sie durchaus auch wiederverwendbar sind und die Stadt somit nach dem „RECUP Becher“, mit einem weiteren Mosaikstein zur Klimadiskussion beitragen kann. Die Tüten bestehen zu 100 Prozent Altpapier und seien CO2-neutral hergestellt. Die Stadt Nördlingen hat zwei Formate angeschafft, die nun an die Händler ausgegeben werden. Bei einer Vorinformation unterstützten die Wochenmarktbetreiber ausdrücklich die Anschaffung der Papiertüten, stehen sie doch für Nachhaltigkeit und kurze Wege. Die qualitativ hochwertigen Produkte sind mit dem Emblem der „CittaSlow-Schnecke“ und dem Logo der Stadt Nördlingen bedruckt. Damit kann auch Werbung für regionale Märkte und regionaltypische Produkte schon an der Einkaufstüte gemacht werden, freuen sich die Verantwortlichen und hoffen, dass diese Umstellung erfolgreich wird. Im Frühjahr 2020 solle dann, sofern erste Erfahrungsberichte vorliegen, die Marktsatzung geändert und der plastikfreie Einkauf verpflichtend vorgeschrieben werden.