Theater und Kleinkunst - Termine

Das aktuelle Veranstaltungsprogramm.

 

 

Theater 2021/2022


Marie Curie

Biografisches Schauspiel von Susanne Felicitas Wolf mit Anja Klawun, u. a. theaterlust München

Marie Curie war Europas erste Doktorin der Naturwissenschaften. Sie war Frankreichs erste Professorin. Sie war die erste Frau, die einen Nobelpreis bekam und der erste Mensch, der noch einen zweiten erhielt. Marie Curie, die als Maria Sklodowska am 7. November 1867 in Warschau geboren wurde, gilt bis heute als Ikone, als Vorzeigeforscherin und Kämpferin gegen Widerstände in einer von Männern dominierten Welt. Alles, was sie tat, war unerhört: Sie forderte die Anerkennung für den Anteil ein, den sie an der gemeinsamen Forschung mit ihrem Ehemann Pierre hatte. Nach seinem Tod übernahm sie seinen Lehrstuhl. Als Witwe leistete sie sich eine Affäre mit einem jüngeren Mann und vermutlich eine Beziehung mit einer Frau. Und als Mutter zog sie zwei emanzipierte Töchter groß. Sie prägte eine ganze Forscherinnendynastie, die über Jahrzehnte weiterwirkte.

Albert Einstein nannte sie seine
„trotzige Schwester“ und würdigte sie: „Sie war von einer Stärke und Lauterkeit des Willens, von einer Härte gegen sich selbst, von einer Objektivität und Unbestechlichkeit des Urteils, die selten in einem Menschen vereinigt sind.“

Die theaterlust hat mit „Die Päpstin“, „Martinus Luther“ und „Hildegard von Bingen“ famose Vorstellungen gespielt und wir sind sicher, dass auch dieses historische Stück eine fulminante Theateraufführung wird.


Bei Anruf Mord

Krimi-Klassiker von Frederick Knott mit Michel Guillaume, Christian Buse, u. a. a.gon münchen

Ex-Tennisprofi Tony Wendice führt ein luxuriöses Leben. Leisten kann er sich das mit dem Geld seiner wohlhabenden Frau Sheila. Doch Sheila hat ein Verhältnis mit dem Krimiautor Max Halliday. Tony beschließt, seine Frau beseitigen zu lassen und ihr Vermögen zu erben.

Er heckt einen perfiden Plan aus. Es soll der perfekte Mord werden, nicht die kleinste Spur soll auf ihn als Urheber deuten. Doch der Anschlag verläuft ganz anders als geplant, und plötzlich steht Sheila vor Gericht...

Auf meisterliche Weise werden die Zuschauer in das Geschehen hineingezogen  und  wissen  stets  mehr  als  die  Polizei.  Dennoch müssen sie bis zuletzt bangen, ob nicht doch das Böse die Oberhand behält. Raffiniert und hochspannend! Sheila kann den von Tony beauftragten Mörder abwehren. Dabei stirbt der Mann. Vor Gericht werden ihr Indizien vorgehalten, die nahelegen, dass sie ihn absichtlich getötet hat, und sie wird wegen Mordes zum Tode durch den Strang verurteilt. Gelangt so der Ehemann doch noch an sein Ziel?


Der Sittich

Französische Komödie von Audrey Schebat mit Michaela May und Peter Prager, Regie Bernd Schadewald, Münchner Tournee

Es geht einmal mehr um zwei befreundete Ehepaare, bei denen das  Schicksal  des  einen  zum  Katalysator  wird  für  eine  abrupte Wende in der Beziehung des anderen. Ein  Mann  und  eine  Frau  („Er“  und  „Sie“)  Sitzen  vor  dem  Fernseher,  offensichtlich  erwarten  sie  Gäste.  Der  Tisch  ist  festlich gedeckt und die Gäste, der Kompagnon des Mannes, David, und seine Frau Catherine müssen ja gleich da sein.

Da  klingelt  das  Telefon.  David  entschuldigt  sich,  sie  könnten nicht kommen, Einbrecher seien bei ihnen eingestiegen.  Catherines  Garderobe,  ihr  Schmuck  und  ein Erbstück  seien  weg.  Sie selbst sei auch noch nicht zu Hause – merkwürdigerweise – und er warte jetzt auf die Polizei.

Zuerst ist da nur Mitleid mit den Freunden: Schrecklich, die Vorstellung, dass Fremde in der eigenen Wohnung... Aber, was sollen das  für  Einbrecher  sein,  die  Damenbekleidung  stehlen? Warum  fehlt nichts von David? Und wo steckt Catherine? Eigentlich lässt sich  nur  eine  Lösung  denken:  Catherine  hat  David  verlassen! Bloß – warum? Da legt die Ehefrau die Karten auf den Tisch: Sie sei es, die zusammen mit ihrer Freundin den Plan mit dem Einbruch ausgeheckt habe, um ihr zur Flucht zu verhelfen.

Michaela  May  gehört  zu  den  beliebtesten  Film-  und  Fernsehschauspielerinnen  Deutschlands.  Mit  „Die  Wunderübung“  war sie  vor  wenigen  Jahren  bereits,  wie  so  oft,  auf  den Brettern  im  Stadtsaal zu erleben.


Don Camillo zu Dritt

theaterlust München

Wer  kennt  sie  nicht!  Goivannino  Guareschis  Geschichten  vom  Priester  Don  Camillo,  der  für  die  Sache  Jesu  auch  schon  mal  die Ärmel aufkrempelt und dem nicht weniger streitbaren kommunistischen  Bürgermeister  Peppone.  Immer  dazwischen,  mal  mahnend, mal beschwichtigend, der gekreuzigte Heiland höchst selbst. Auf unnachahmliche Weise bricht Guareschi italienische Lebensrealität der Nachkriegszeit und Weltgeschehen, den Übergang  in  eine  neue  Zeit  auf  seine  „Mondo  Piccolo“,  diesen  kleinen, weltvergessenen Ort in der Poebene herunter und lässt seine Protagonisten stellvertretend für die politischen Kräfte jener Tage gegeneinander antreten.

Thomas Luft, der zusammen mit seiner Ehefrau Anja Klawun, die theaterlust  leitet,  inszeniert  den  Klassiker  selbst.  Und  wer  sich an Inszenierungen dieser Agentur, wie „Die Päpstin“ oder „Acht Frauen“ erinnert, weiß welch vergnüglicher, bereichernder Theaterabend auch mit „Don Camillo zu Dritt“ zu erwarten sein wird.


Kleinkunst 2021/2022


Lieder von Richard Strauss (1864 – 1949)

Manuel Kundinger

Zuneigung – Sehnsucht – Wehmut Sechs Lieder (Lotusblätter) Op. 19, vier Lieder Op. 27, drei Lieder Op. 29, fünf Lieder Op. 32

Für gewöhnlich verbindet man den Komponisten Richard Strauss (1864 – 1949) mit seinen berühmten Opern („Der Rosenkava-lier“, „Arabella“ u.a.) und sinfonischen Tondichtungen („Also sprach Zarathustra“, „Eine Alpensinfonie“ u.a.), die seinen Weltruhm begründeten. Dass er sich jedoch mit lustvoller Hingabe, verbunden mit der Meisterschaft des virtuosen Tonsatzes, besonders dem Genre des Kunstliedes widmete, wird dabei häufig übersehen. Das Liedschaffen bildet quasi die Brücke von der Instrumentalmusik zur Oper und zeichnet ein deutlicheres Portrait der Künstlerpersönlichkeit Richard Strauss. Mit 220 Liedern nimmt diese Gattung den beachtlichsten Teil in seinem Werkver-zeichnis ein. Hier verwirklicht sich der schöpferische Künstler auf eine intimere Weise, als man es von seinen überbordenden groß besetzten Bühnen- und Orchesterwerken her kennt. Dennoch verwendet er subtil dieselbe musikalische Sprache, die sich durch ihren lausbübischen Humor auszeichnet.
Fließende Melodiebögen werden von orchestralen Klavierklängen getragen, die aufbrausend und dennoch innig zart sein können, ja den Gesang ausdrucksintensiv in die Gedichte eintauchen lassen. Nicht romantische Subjektivität steht im Vordergrund dieser Lieder, sondern eine objektivere Haltung, die den Zuhörern realistische Gefühle und Stimmungen bewusst machen will.
Karten (VVK: 20,00 € / KfN-Mitglieder: 15,00 €) im Konzertsta-del in Reimlingen nur nach Voranmeldung unter der Telefonnum-mer 09081/87716.


Ned blöd ... für a Frau!

Claudia Pichler

So ist sie! Claudia Pichler lässt sich von Veranstaltungsabsagen nicht aufhalten und kommt jetzt, wie versprochen, in die Alte Schranne.

Claudia ist nett, höflich, gscheit und ein hübsches Mädchen – also perfekt angepasst und dermaßen unauffällig. Aber: Claudia hat es satt! Als echte Aubingerin, am zivilisatorischen Rande Münchens aufgewachsen, mit allen Isarwassern gewaschen und austriakisch gewürzt, rafft sich die passionierte Lethargikerin, die am liebsten auf dem Kanapee liegt und sinniert, auf und erobert die Kleinkunstbühne. Sie erzählt allzu menschliche Geschichten aus ihrer Welt, fabuliert über ihre Erfahrungen im Berufs-, Genuss- und Liebesleben, erörtert die Tücken religiöser Befindlichkeiten genauso wie die Freuden von Haustierbesitzern und die Missverständnisse, die nur Dialektsprechende erleben können. Claudia, die in München über Gerhard Polt promoviert hat, frönt dabei gern ungeniert und ganz unakademisch ihrem Grant, denn die Zeiten der Zurückhaltung sind vorbei! Dabei greift Frau Dr. Pichler bisweilen zum äußersten: ihrer Gitarre! Selbstgedichtet, arglos arrangiert und musikalisch schleierhaft, aber charmant interpretiert, lassen ihre Songs Weltbewegendes bis Alltägliches in ganz ungeahntem Glanz erstrahlen.
Bisher machte Claudia Pichler im Trio „Die drei Haxn“ mit Anni Preuß und Michael Well die bayerische Kleinkunstlandschaft unsicher, jetzt also startet sie mit ihrem ersten Solo-Programm durch. Dabei ist sie nicht nur „ned blöd“, sondern unwiderstehlich charmant, authentisch und erschreckend nixscheißernt. Die bereits gekauften Eintrittskarten von der abgesagten Veranstaltung im April 2021 behalten ihre Gültigkeit. Keine Platzreservierung im Saal!


Reiner Panitz mit Tochter Flavia & Geigenensemble Radosov

Schöne, wilde Weihnacht

Mehlprimel

Die „Schöne, wilde Weihnacht“ ist Kult und ein absolutes Muss für alle Freunde der Mehlprimeln und der Kleinkunst. Ein heiterer, satirisch, besinnlicher Abend mit Tradition und Kultstatus für alle, die sich freuen, wenn der Baum brennt.

Reiner Panitz, als langjährig geschulte Weihnachtsexperte erklärt, wie wir angst- und stressfrei auch die härtesten Belastungsproben meistern können. Zusammen mit seiner Tochter Flavia und dem Geigenensemble Radosov beschert er uns einen bunten Mix aus Szenen, Monologen, Parodien und Liedern rund um das Fest der Liebe, das nicht immer nur harmonisch und besinnlich ist. Das Geigenensemble Radosov besteht aus erster und zweiter Geige, Bratsche, Kontrabass und Zimbal und spielt vorwiegend Folklore aus Mähren, Slowakei und Ungarn. Vor allem der erste Geiger Radim Havlicek ist die tragende Säule der sympathischen Gruppe. Er studiert am Konservatorium in Ostrava und überzeugt durch sein solistisches Talent, den klaren geschmeidigen vollen Ton, Virtuosität und Ausstrahlung, welche das Publikum immer wieder begeistern. Im Gegensatz zu den ungarischen Besetzungen dieser Art, die vorwiegend Instrumental-Stücke spielen, hat bei Radosov auch der Gesang einen besonderen Stellenwert.

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06 Nov

06.11.2021 · 20:00 Uhr

Claudia Pichler

Ned blöd … für a Frau!