Konzertreise der Knabenkapelle - „down under“ 2013

Nördlinger Knabenkapelle und offizielle städtische Delegation unterwegs – Konzertreise führt in die australische Partnerstadt Wagga-Wagga.

Nach einer langen, jedoch reibungslosen Anreise landete die Knabenkapelle am Palmsonntag um 06.30 Uhr Ortszeit in Adelaide. Von dort aus ging es mit zwei Reisebussen aus der Partnerstadt Wagga-Wagga direkt ins "Longwood Camp", wo die Buben und ihre Begleiter während der ersten Tage logierten. Bereits am Sonntagnachmittag wurde ein typisch australischer Tierpark besichtigt. Neben Wombats, Emus, Kängurus und weiteren kuriosen Tieren durften hier natürlich auch die berühmten Koala-Bären nicht fehlen. Der spätere Sonntagabend war dann für einige Buben noch einmal besonders spannend. Eine ganze Stunde lang durften sie ihr Können in einer Livesendung des Radiosenders "FiveAA" präsentieren, während Stadtmusikdirektor Georg Winkler und der Leiter der Tourist-Information, David Wittner, Auskunft zu Stadt und Knabenkapelle gaben.

Der folgende Montag gestaltete sich dann fast wie ein regulärer Schultag für das Ensemble: insgesamt vier Konzerte wurden für Schüler aller Altersklassen an verschiedenen Schulen gegeben, wobei es auch reichlich Gelegenheit für den interkulturellen Austausch mit den einheimischen Schülern und Lehrern gab.

Eines der absoluten Highlights der Konzertreise war ein Auftritt im Konzertsaal des Rathauses der Millionenmetropole Adelaide. Beim sogenannten "Lord Mayors Gala Concert" durften die Buben gemeinsam mit der renommierten "South Australian Police Band" auftreten und ernteten nicht nur den Applaus des Oberbürgermeisters der Stadt, sondern auch Standing Ovations vom Publikum.

Nach den spannenden Tagen in und um Adelaide begab sich die Knabenkapelle am Gründonnerstag auf die Weiterreise nach Melbourne. Zwischenziel war jedoch das Städtchen Mount Gambier, wo zunächst der strahlend blaue "Blue Lake" Kratersee besucht wurde, bevor die Buben im "Old Mount Gambier Gaol", einem aus der Kolonialzeit stammenden und noch bis 1995 aktiv genutztem Zuchthaus untergebracht waren. Die Nacht in dem zur Jugendherberge umfunktionierten Gefängnis war eine einmalige Erfahrung für die 62 Buben und ihre Betreuer.

Tags darauf stand die „Great Ocean Road“ auf dem Programm. Zahlreiche Photostops entlang der spektakulären Steilküste, unter anderem bei den sogenannten "12 Aposteln", einer besonders bizarren Felsformation, hinterließen einen bleibenden Eindruck, bevor noch am selben Tag die kosmopolitische 4-Millionen-Metropole Melbourne erreicht wurde. Dort wurde der Knabenkapelle die Ehre zuteil, auf dem zentralen "Federation Square" vor zahlreichen interessierten Zuhörern zu konzertieren. Nach der anschließenden Stadtrundfahrt wurde ein weiterer Auftritt in Boronia, der "deutschen Ecke" Melbournes, vor einem überwiegend deutschen Publikum, das textsicher bei den dargebotenen Volksliedern mitsang, absolviert.

Nach der feierlichen Umrahmung eines Gottesdienstes am Ostersonntag mit anschließender Ostereiersuche im Pfarrgarten führte die Reise schließlich nach Wagga-Wagga, wo die Knabenkapelle mit der offiziellen Delegation der Stadt Nördlingen um Oberbürgermeister Hermann Faul und Vertreter des Stadtrates zusammentraf.

In Nördlingens australischer Partnerstadt verbrachten Knabenkapelle und offizielle Delegation ereignisreiche Tage. Alle der über 80 Reiseteilnehmer wurden in Gastfamilien aufgenommen und dort bestens umsorgt. Bereits am ersten Tag hatte die Knabenkapelle einen Auftritt auf dem dortigen „Stone the Crows Festival“. Während der weiteren Tage standen der Empfang beim Bürgermeister der Partnerstadt, der Besuch des dortigen Eisenbahnmuseums, einer Schokoladen- und Lakritzfabrik, einer Farm sowie einer Pferdezucht auf dem Programm.

Den letzten großen musikalischen Auftritt auf australischem Boden hatte die Knabenkapelle dann im ausverkauften „Civic Theatre“. Tags darauf pflanzten Wagga-Waggas Bürgermeister Rod Kendall und Nördlingens Oberbürgermeister Hermann Faul gemeinsam einen Baum im botanischen Garten, um die Partnerschaft zu festigen. Die beiden Stadtoberhäupter gingen dabei in ihren Reden auf die Bedeutung und Symbolik des gepflanzten Baumes, eines „Lemon-Scented Gum Tree´s“, für die seit über vier Jahrzehnten bestehende und stets wachsende Freundschaft zwischen den beiden Städten ein. „Im übertragenen Sinne sind die jungen Buben der Knabenkapelle das Wasser, das der gemeinsam gepflanzte Baum benötigt, um zu gedeihen“, so Hermann Faul.

Mit der Metropole Sydney wartete zum Abschluss der Reise noch ein besonderes Highlight auf die Rieser. Hier durften der Besuch von Opernhaus und „Harbour Bridge“ selbstverständlich nicht fehlen. Via Singapur ging es dann mit dem Flugzeug zurück nach Frankfurt, ehe die gesamte Reisegesellschaft nach der insgesamt 14-tägigen Reise auf der Kaiserwiese von ihren Familien in Empfang genommen wurde.

Zusammenfassend würdigte Nördlingens Oberbürgermeister Hermann Faul die Reise als einmaliges Erlebnis. Die außergewöhnliche Gastfreundschaft der Partnerstadt hat einmal mehr die über eine Entfernung von 16.000 Kilometern bestehende Freundschaft bestärkt. Die zahlreichen Auftritte der Knabenkapelle haben „down under“ einen wesentlichen Beitrag zum positiven Image Deutschlands, Bayerns und nicht zuletzt der Stadt Nördlingen geleistet.