Jubiläumsjahr 2015: Von der königlich staufischen Stadt zur Reichsstadt

Mit Stolz kann die Stadt Nördlingen im Jahre 2015 auf ihre Geschichte zurückblicken.  Es jährt sich nämlich zum 800.

Mal der Tag, an dem der Stauferkönig Friedrich II. (reg. 1212–1250) die Stadt Nördlingen aus der Oberhoheit des Bischofs von Regensburg an das Reich zurückführte. Im Jahre 1215 tätigte Friedrich II. mit Bischof Konrad von Regensburg einen Tausch: Der Bischof überließ Nördlingen und Oehringen dem Reich, während der Kaiser dem Bischof die Stifte Ober- und Niedermünster in Regensburg überließ. Da Nördlingen in der Urkunde des Jahres 1215 bereits als Stadt (lat. civitas) genannt wird, muss der Ort bereits in regensburgischer Zeit Markt- und Stadtrecht erhalten haben.

Nördlingen war nun eine königlich staufische Stadt. Der Grundstein für ihre Entwicklung hin zur (freien) Reichsstadt war damit gelegt. Als äußeres Zeichen für ihre Zugehörigkeit zum Reich nahm Nördlingen als Wappen den schwarzen Adler im goldenen Schild an. Als Siegelbild erscheint dieser Adler zum ersten Mal an einer im Nördlinger Stadtarchiv verwahrten Urkunde aus dem Jahre 1250.

Nördlingen behielt – wie die meisten Reichsstädte – den Status einer freien Reichsstadt bis zum Jahre 1803. Im Zuge der Mediatisierung kam die Stadt an das Kurfürstentum und spätere Königreich Bayern.