St.-Salvator-Kirche

Die Salvatorkirche wurde nach einem Hostienwunder als Klosterkirche der Karmeliter erbaut.

Schon die schlichte äußere Gestalt der Kirche macht schnell deutlich, dass es sich hier einst um den Bau eines Bettelordens gehandelt haben muss. Darauf verweist auch der einfache Dachreiter mit einer Glocke an Stelle eines hohen Glockenturmes.
Die Karmeliterklosterkirche wurde im ersten Viertel des 15. Jahrhunderts erbaut, 1422 erfolgte die Weihe der Kirche. 1825/29 wurde sie im Inneren umgestaltet.
Die Ursprünge der Anlage gehen zurück auf ein Hostienwunder im Jahre 1381. Die damals errichtete Kapelle "Corporis Christi" wurde für den bald einsetzenden Wallfahrerstrom zu klein, sodass sich der Rat der Stadt zum Bau eines Klosters entschloss. Die klösterliche Gemeinschaft hatte bis zur Reformation Bestand. Ab dem Jahr 1562 wurde die Klosterkirche von der evangelischen Gemeinde genutzt, bis sie in den napoleonischen Kriegen als Lazarett und Magazin verwendet wurde. Damals gingen wertvolle Teile der Innenausstattung verloren.
Als in bayerischer Zeit 1825 eine katholische Pfarrei gegründet wurde, erhielt diese die ehemalige Klosterkirche als Gotteshaus. Von besonderem Interesse ist das spitzbogige Hauptportal im Westen aus der Zeit um 1420, im Tympanon das Jüngste Gericht darstellend. Es wird dem Umfeld der Baumeisterfamilie Parler aus Schwäbisch Gmünd zugeschrieben. Im Inneren ist der spätgotische Flügelaltar das wichtigste Ausstattungsstück. Ursprünglich für die Fürther St.-Michaels-Kirche gestiftet, kam er über einen Nürnberger Kunsthändler 1827 an die katholische Pfarrgemeinde St. Salvator. Moderne Ausstattungselemente und spätgotische sakrale Gegenstände stehen hier in schöner Harmonie.

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