Baldinger Tor

Stadttor ins württembergische Schwaben und nach Franken.

Bereits 1376 ist der Baldinger Torturm vorhanden - das ausgedehnte Vorwerk vollendet 1406 ein Meister Wenzlaw. Dieses Vorwerk am Baldinger Tor mit der sogenannten Judenmauer war eine Art Torburg, welche die Funktion und Aufgabe einer Bastei erfüllte.
1534 wurde ein neuer großer Turm, namens "Kaiserturm", gebaut. Dieser stand im Bereich der Judenmauer der Vortor-Anlage und war wahrscheinlich eine Art Quarantäne-Einrichtung. Die Vorsichtsmaßregel richtete sich offenbar gegen die hier ankommenden (Wallersteiner) Juden - daher der Name Judenmauer.
Im Dreißigjährigen Krieg wurde das Baldinger Tor stark beschädigt, sodass es trotz verschiedener Ausbesserungsarbeiten 1703 einstürzte - fünf Personen fanden dabei den Tod. 1705 wurde der Restbau der Toranlage renoviert und erhielt dabei das heutige Aussehen. Die Judenmauer und der Kaiserturm wurden im Jahre 1820 abgebrochen.

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