Hallgebäude

Das mächte Hallgebäude dient einst als städtischer Salz- und Weinspeicher sowie als Börse.

Das stattliche, dreigeschossige Gebäude, das auch "Neuer Bau" genannt wurde, diente als Kauf- und Lagerhaus für Wein, Getreide und Salz. 1541 wurde mit dem "Neuen Bau" begonnen, 1545 war er vollendet. Nach ihm leitet sich auch die Bezeichnung "Neubaugasse" ab.
Seit 1549 befand sich hier der Amtssitz des städtischen Zahlmeisters - daher wurde das Gebäude auch das "Zahlhaus" genannt. Rebecca Lemp, die Frau des städtischen Zahlmeisters Peter Lemp, wurde 1593 ein Opfer der Hexenverfolgung. Sie ereilte das gleiche Schicksal wie viele andere am Weinmarkt wohnende Frauen.
Im früheren 19. Jahrhundert kam der Bau in staatlichen Besitz und diente als königlich-bayerisches Maut- und Hallamt. Seit 1873 wurde das Gebäude, nun wieder städtischer Besitz, als Schule genutzt. Von besonderem Interesse sind die in den Erkern angebrachten reichsstädtischen Wappenschilder - datiert mit "1542". Es handelt sich hierbei um Arbeiten des durch seine Epitaphien und zahlreiche andere Arbeiten bekannten Bildhauers Hans Fuchs. Heute befindet sich die Grundschule Mitte im Gebäude - im Erdgeschoss ist das städtische Archiv untergebracht.

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